Feuerwehrwagen von Praga und Škoda aus Finnland. Das Brünner Messegelände zog historische Fahrzeuge an.
/FOTO, VIDEO/ Einzigartige historische Fahrzeuge und Ersatzteile für diese Maschinen. Oldtimer-Fans trafen sich am Samstag im Brünner Messezentrum, wo die Frühjahrs-VeteránTechna stattfand. Dort werden historische Fahrzeuge, Komponenten, Ersatzteile und Dokumentationen ausgestellt. Es gibt auch eine Art Warenbörse.
Die Besucher konnten einzigartige Fahrzeuge bewundern, die man heutzutage oft nur noch aus Filmen oder Fernsehserien kennt. In Pavillon Z fand eine Parade mit fast hundert Autos und Motorrädern statt. „Wir veranstalten das als Präsentation der Clubs. Da sind der Praga Club, der Tatra Club, der Zbrojovka Club, der Velorex Club und der Volvo Club“, erklärt Hauptorganisator Jan Šustáček und zählt einige der vertretenen Marken auf.
Er schätzt, dass im Laufe des Tages etwa zwei- bis dreitausend Besucher auf dem Ausstellungsgelände erwartet werden. Erfreulicherweise spielt das Wetter mit. „Ein interessantes Ausstellungsstück ist der Škoda 1201, die sogenannte Limousine. Es handelt sich um ein tschechisches Auto aus dem Jahr 1957, das nach Finnland verschifft und letztes Jahr mit allen Papieren zurückgebracht wurde. Es war für den Export bestimmt“, so der Enthusiast.
Am Eingang Nummer 1 steht ein restauriertes Feuerwehrauto, die Praga. „Die Jungs vom Praga-Club restaurieren sie schon seit zwanzig oder dreißig Jahren“, sagt Šustáček.
Zu den weiteren größeren Fahrzeugen, die am Samstag auf dem Ausstellungsgelände zu sehen waren, gehörten ein frisch restaurierter Tatra 148 Betonmischer und ein daneben stehender Škoda 706 Trambus Feuerwehrwagen. „Die Restaurierungskosten für solche Fahrzeuge sind enorm. Sie gehen in die Millionen. Allein die Lackierung für ein so großes Auto kostet rund 200.000 bis 300.000 Euro“, so der Experte für historische Fahrzeuge.
Die Veranstaltung umfasst einen Teilemarkt für Oldtimer-Motorräder, -Autos und -Traktoren. Neben Pavillon Z wird auch das Außengelände rund um das markante Gebäude genutzt. „Manche Leute kramen hier Teile aus Schuppen, Kellern oder Dachböden hervor, andere wiederum fertigen professionell Einzelteile an, die sonst nicht erhältlich sind“, erklärt Šustáček.
Auf dem Ausstellungsgelände gibt es beispielsweise einen Verkäufer, der neue Sitzbezüge inklusive Schaumstofffüllungen herstellt, einen Lenkerbauer und einen Auspuffanlagenhersteller. „Das sind alles Dinge, die man normalerweise schwer findet. Außerdem gibt es dort jemanden, der Scheinwerfergläser für verschiedene Motorräder fertigt“, sagt Šustáček.
Neben Tschechen kommen auch Slowaken, Deutsche, Österreicher und Polen zu dieser Veranstaltung. „Dieses Jahr sind sogar Norweger dabei, und viele Besucher reisen aus den baltischen Staaten an, beispielsweise aus Litauen“, so der Organisator.

